Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing - Freundeskreis

Der Freundeskreis stellt sich vor

Der Vorstand des Freundeskreises

Der Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing hat sich im Laufe des Jahres 2014 gebildet. Er setzt sich dafür ein, dass die Thematik Gedenkstätte neu aufgegriffen wird und die Pläne für eine angemessene bauliche Ausstattung auf dem Gelände verwirklicht werden. Weitere Aufgaben des Vereins sind die Förderung der Erforschung und Vermittlung der Geschichte des KZ Husum-Schwesing im Kontext der historischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts. So sagt es die Satzung. Dazu gehört der Einsatz gegen Neonazismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Wir wollen das demokratische Bewusstsein fördern.

Dass in Husum-Schwesing von September bis Dezember 1944 ein Konzentrationslager war, ist nach dem Krieg sehr schnell vergessen oder verdrängt worden. Erst Anfang der 80‘ Jahre wurde dieses Lager gleichsam wieder entdeckt. Eine Arbeitsgruppe jüngerer, historisch interessierter und kritisch eingestellter Männer und Frauen aus Nordfriesland forschte unermüdlich und brachte die gewonnenen Erkenntnisse auf einer Versammlung mit ehemaligen Häftlingen an die Öffentlichkeit. Aufklärung, Begegnungen, Versöhnungsarbeit geschah. Die Gedenkstätte wurde künstlerisch ausgestaltet und unter Denkmalschutz gestellt. Schilder an den Straßen Husum-Flensburg und Husum-Schleswig weisen auf diesen Ort des Schreckens hin. Informationstafeln geben Erklärungen und nennen die Namen der dort ermordeten Häftlinge.

Doch die meisten Husumer und Nordfriesen kennen die Geschichte dieses Ortes nicht. Das KZ-Lager Husum-Schwesing wurde nach den 80‘ Jahren weitgehend ein zweites Mal von der Bevölkerung vergessen, trotz der intensiven Arbeit der KZ-Arbeitsgruppe Husum-Schwesing und trotz des Engagements vereinzelter kleiner Initiativen. So hat sich im Laufe des Jahres 2014 ein Freundeskreis gebildet, der sich zur Aufgabe gemacht hat, der Gedenkstättenarbeit in der breiten Öffentlichkeit wieder mehr Gewicht zu geben. Angemessene Räumlichkeiten sind vonnöten sowie das Angebot von Seminaren zu den Themen der Geschichte und der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen.

Voller Saal bei der Veranstaltung mit Dr. Detlef GarbeAm 23. Mai 2014 kam es zur offiziellen Gründung, mit Beschluss einer Satzung und mit Wahl des Vorstands ( 1. Vorsitzende Maria Jepsen, Schriftführer Dr. Stephan Bauer, Kassenwart Rolf Burgard, Beisitzer Bernd Facklam und Peter Knöfler; Jürgen Laage ist Kassenprüfer ). Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist inzwischen anerkannt.
Uns ist daran gelegen, die Kontakte mit den Mitgliedern der früheren KZ-Arbeitsgruppe zu nutzen und eine stärkere Vernetzung all derer zu schaffen, die in den letzten Jahren dort mit Schulklassen oder kleinen Gruppen oder ganz allein die Gedenkstätte aufgesucht und auch gepflegt haben. Vorträge zu dieser Thematik wurden und werden von uns angeboten – so  am 8. Mai 2014 von Jens Christian Hansen „Das KZ Husum-Schwesing. Die Häftlingsgesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der dänischen Gefangenen“ und am 29. August 2014 von Dr. Detlef Garbe „Husum-Schwesing im System der Außenkommandos des KZ Neuengamme“.

Da wir aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen kommen, mit unterschiedlichen Kenntnissen, Erfahrungen, Verknüpfungen und Erwartungen, sowohl im Freundeskreis als auch im Vorstand, ist uns ein Austausch untereinander für die Mitglieder des Freundeskreises wichtig. Uns ist daran gelegen, dass sich möglichst viele Freundeskreismitglieder aktiv einbringen. Die Schlagworte Partizipation und Transparenz werden heutzutage gern zitiert. Wir setzen sie in unserem Engagement um. Hoffentlich gelingt uns das immer! Noch sind wir eine überschaubare Gruppe ( etwa 50 Personen aber doch schon ), wachsend in der Zahl und im Engagement! Wir freuen uns über weitere Mitglieder und über Anregungen.

Noch anzumerken: Träger der KZ-Gedenkstätte ist die Stiftung des Kreises Nordfriesland. Wir werden engen Kontakt mit der Stiftung pflegen, auch mit der KZ-Gedenk-und Begegnungsstätte Ladelund sowie mit allen Institutionen, die eine Gedenkstättenarbeit in Nordfriesland und in Schleswig-Holstein betreiben.

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