Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing - Freundeskreis

Protokoll der Mitgliederversammlung am 20. 5. 2015

Am 20.05.2015 fand unsere Mitgliederversammlung statt. Ein wichtiger Punkt war die Neubesetzung des Schatzmeister-Postens, da unser bisheriger Schatzmeister, Rolf Burghard, wegen gesundheitlicher Probleme aus der aktiven Vorstandsarbeit ausscheiden musste. Zur neuen Schatzmeisterin wurde Silke Petersen gewählt. Das Protokoll der MV können Sie lesen, wenn Sie unten auf "Weiterlesen: Protokoll der Mitgliederversammlung am 20. 5. 2015" klicken!

Beginn 19 Uhr
Anwesende: Maria Jepsen (Vorstandsvorsitzende), Dr. Stephan Bauer (Schriftführer), Peter Knöfler (Beisitzer), Bernd Facklam (Beisitzer), Jürgen Laage (Kassenprüfer) [bis 19:50 Uhr], F. Pingel, Peter Jepsen, Wolfgang Scholl, Uwe Ehrich, Bernd Börensen, Anders Schattz Andersen, Jürgen Kaphenst, Silke Petersen, Margarethe Ehler
Gast:  Nina Holsten, Historikerin, Hamburg

1.Bericht über die Tätigkeiten 2014 bis 2015 mit Aussprache
Frau Jepsen eröffnet um 19 Uhr die Versammlung des am 23.5.2014 gegründeten Vereins. Entschuldigt sind Landrat Harrsen (vertreten durch Frau Ehler), Rolf Burgard (erkrankungsbedingt), Frau Schmidt-Durdaut, Frau Henschen sowie Herr Dr. Steensen, (vertreten durch Herrn Pingel).
Herr Pastor Kaphengst stellt die Frage nach der Größe des Vereins – derzeit sind es 28 Mitglieder, die den Beitrag entrichtet haben.
Einstimmig wird Dr. Bauer zum Protokollführer bestimmt.
Die Tagesordnung wird ebenfalls einstimmig angenommen.
In Vertretung für den erkrankten Herrn Burgard, Kassenwart, wird Herr Jürgen Laage, Kassenprüfer, den Kassenbericht geben.

Es folgt ein kurzer Tätigkeitsbericht durch die Vereinsvorsitzende Frau Jepsen. Bislang hat es  6 Vorstandssitzungen gegeben, Flyer sowie Internetseite sind erstellt. Das Ziel des Freundeskreises ist die Erstellung eines großen „Dokumentenzentrums“ am Ort der ehem. KZ-Stätte. Zwischenschritte befinden sich bereits in der konkreten Planung. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Im Laufe der letzten Monate hat es Kontaktaufnahmen zu Landrat sowie Verwaltung gegeben. Es ist verbindlich geplant, ein Gebäude mit sanitären Anlagen sowie Versammlungsraum zu erstellen, die Baumaßnahmen im Rahmen von 180 000€ sind für 2015/16 geplant. Gespräche mit Ministerin Spoorendonk erbrachten, dass in der aktuellen Landeskonzeption der Freundesverein und KZ Gedenkstätte Husum/Schwesing positiv erwähnt werden. Ferner hat der Verein am „Runden Tisch“ des Ministeriums teilgenommen und Akzente in Richtung zu steigernder Aktivität zur Umsetzung geplanter Projekte in Sachen Gedenkstätte gesetzt.
Ferner sind Kontakte zur Bürgerstiftung und Landesarbeitsgemeinschaft für Gedenkstätten (LAGSH) erfolgt. Geplant ist die Installation von Stolpersteinen in Husum für während/unter der NZ-Regierung zu Tode gekommener Husumer.
Zweimal im Jahr findet ein Treffen mit Verantwortlichen der Gedenkstätte in Ladelund statt.
Weiterhin finden regelmäßige Treffen mit der Stiftung des Landkreises NF statt. Konkret ist hier ein Lotsendienst geplant, um auch für/durch jüngere Menschen Führungen über die Gedenkstätte durchführen zu können.
Frau Jepsen als Vorstandsvorsitzende nimmt Teil an dem Lenkungsauschuß, der die Historikerin Frau  Holsten in ihrer Arbeit begleiten soll.
Im politischen Bereich sind alle Abgeordneten in NF angeschrieben;  geantwortet haben Herr Liebig und Frau Damerow, die die Gedenkstätte bei ihrer Sommerreise besuchen wollen.
Unterstützt wurde der Verein finanziell u. a. durch die Volksbank Husum durch eine Spende von 500€.
Am 1.9., dem Antikriegstag, sowie  am Volktrauertag sind feste Veranstaltungen an/für die KZ-Gedenkstätte, zu denen der Freundeskreis eingeladen ist.
Vorträge im letzten Jahr fanden statt mit Dr. D. Garbe, Neuengamme. In 2015 war Uli Lindow zu Gast, der Einblicke in  seine Arbeit in der Gestaltung der Gedenkstätte gegeben hat.
Der Vorstand hat sich die sog. „große Lösung“ zum Ziel gesetzt, wobei bislang eine betont konsensorientierte Arbeitsweise im Vordergrund stand, da, wie es die letzten Jahrzehnte gezeigt haben, durch Konfrontation deutlich weniger bis nichts erreicht werden kann.
Geplant ist für 2015 eine Radtour zur Gedenkstätte und anschließend in der Kielsburg ein gemeinsames Essen (10.7.).  Ferner sind auch für dieses Jahr noch Vortragsveranstaltungen in der Planung.

2.Kassenbericht für den Zeitraum bis Mai 2015
In Vertretung für den aus Krankheitsgründen entschuldigten Rolf Burgard gibt Jürgen Laage den Kassenbericht. Die geprüften Zahlen stimmen für den Zeitraum 2014 sowie  bis zum 20.5.2015. Derzeitiger Saldo + 1963,28€ - bei noch ausstehenden Mitgliedsbeiträgen. Finanziell steht der Verein somit auch dank dreier Großspenden solide da. Herr Laage empfiehlt somit die Entlastung des Kassenwartes.

3.Bericht des Kassenprüfers
Herr Jürgen Laage berichtet, dass die Kasse geprüft wurde und es keine Beanstandungen gab.

4.Entlastung des Kassenwarts
Der Kassenwart wird einstimmig entlastet.

5. Entlastung des Vorstandes
Herr Laage beantragt, den Vorstand für das bisherige Tätigkeitsjahr zu entlasten. Der Vorstand wird mit großer Mehrheit entlastet.

6.Vorstellung der geplanten Außenausstellung
Frau Nina Holsten, Hamburg, berichtet via einer power-point-Präsentation über ihre bisherige Arbeit im Rahmen des Werkvertrages für die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing.


7.Diskussion und Beschlussfassung über eine Satzungsänderung (s. Anlage der Einladung)
Bernd Facklam beantragt, die Satzung dahingehend zu ändern, den Vorstand nicht bisher für ein, sondern in Zukunft für drei Jahre zu wählen. Die Begründung liegt in einer darin liegenden erhöhten Kontinuität der Vorstands- und Vereinsarbeit. Herr Peter Jepsen regt an, den Vorstand nicht zeitgleich, sondern jährlich gestaffelt zu wählen. Herr Uwe Ehrich schlägt vor, in jedem Jahr jeweils den halben Vorstand zu wählen/wieder zu wählen.
Dem Antrag wird einstimmig stattgegeben. Somit werden der Vorstand und der Kassenprüfer in Zukunft alle drei Jahre wieder-/gewählt.  

8. Wahlen
Herr Rolf Burgard scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus der Vorstandsarbeit aus. Als Nachfolgerin ist Frau Silke Petersen, Schobüll, vorgeschlagen.  Bernd Facklam schlägt offene Wahl  en bloc vor. Der Vorstand wird von den anwesenden Mitgliedern einstimmig für drei Jahre gewählt. Vorstandsvorsitzende Frau Maria Jepsen, Schriftführer Dr. Stephan Bauer, Kassenwärtin Silke Peters sowie Beisitzer Peter Knöfler und Bernd Facklam.
Ebenfalls wird Jürgen Laage als Kassenprüfer bestätigt.

9. Vorschau auf das Jahr 2015
Geplant ist die Sicherstellung von Führungen durch den Verein. Ferner ist für den 10. Juli ein gemeinsamer Ausflug zur Gedenkstätte mit anschließendem Essen geplant. Zunächst ist diese Unternehmung als Vereinsveranstaltung angesetzt.  Vorgeschlagen wird, den Kultur- und Bildungsausschuss des Kreises mit einzuladen.
Uwe Ehrich, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Husum, regt an, das Mahnmal auf dem Ostfriedhof, etwas mehr in den Vordergrund zu stellen. Hinweisschilder stehen bis heute aus.
Peter Knöfler schlägt vor, in 2015 die geplante Radtour wie angesprochen durchzuführen und in 2016 dann einen „Marsch“ in größerem Rahmen zu planen.
Herr Uwe Ehrich berichtet von der Gedenkstättenveranstaltung am 8.5.2015  in Bergen-Belsen. Sehr wesentlich ist das Vorliegen von Gegenständen, was im Falle von Schwesing wohl kaum der Fall sein mag.

10. Verschiedenes
Herr Jepsen fragt nach dem ursprünglichen Bewuchs  des Geländes. Nach Aussage von Frau Holsten ist der derzeitige Baumbestand in diesem Zustand so damals  nicht vorhanden gewesen.
Herr Kaphengst fragt nach Planung, wo das „Besucherzentrum“ auf dem Gelände erstellt werden soll. Frau Holsten antwortet, dass die derzeitige Planung so aussieht, dass dieses Gebäude außerhalb des eigentlichen Geländes, am Parkplatz, lokalisiert werden soll. Die sog. „große Lösung“ sieht den Bau eines Dokumentationszentrum auf den historischen Küchenbarackenfundamenten vor.
Peter Knöfler fragt nach der konkreten Größe des geplanten „Besucherzentrums“. Für 180.000€ soll ein Raum für ca. 40 Besucher gebaut werden.  Bernd Facklam fragt nach einem zeitlichen Fahrplan. Nach Aussage von Frau Holsten sah der ursprüngliche Zeitplan die Umsetzung binnen eines Jahres vor – also bis Ende 2015. Dieser Zeitplan erscheint jedoch etwas knapp, so dass in 2016 mit der Realisation zu rechnen ist.
Frau Jepsen stellt die Frage, ob der Freundeskreis mit dem Vorgehen einverstanden ist, dass zunächst die anvisierte kleine Lösung mit dem Besucherzentrum angestrebt werden soll oder nur auf die „große Lösung“ mit dem Dokumentenhaus zugegangen werden soll. Es gibt keine Voten gegen die bisherigen konsensorientierten gemeinsamen Schritte. Die große Lösung bleibt im Blick. Zur Zeit spricht alles für die Lösung mit dem Besucherzentrum.
Herr Sokoll, Bürgermeister von Schwesing, berichtet, dass bei den Veranstaltungen am Volkstrauertag häufig die Resonanz erschreckend gering ausfiel. Erst nach Kontaktaufnahme zur Bundeswehr wurde der Rahmen deutlich größer. Die hier teilnehmende Staffel ist auch an der Pflege der Anlage beteiligt.  
Frau Jepsen schließt die Sitzung um 20:50Uhr

Dr. Stephan Bauer  - Schriftführer -
 

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